An diesem Morgen im Mückenwald (jeder Wald sollte einen Namen haben) lerne ich, dass die lokalen Mücken auch tagsüber sehr aktiv sind und jeden entblössten Körperteil in Sekundenschnelle finden und penetrieren. Somit lautet das Motto hier nicht 'wer rastet rostet' sondern viel treffender 'wer rastet blutet'. Auf nach Stralsund.
Während Wismar zwar wunderschön ist, aber etwas künstliches und ‘museumsartiges’ ausstrahlt, und in Rostock so richtig das Leben pulsiert, liegt Stralsund irgendwo dazwischen. Grüne Parkanlagen und viel Wasser umgeben die historische Altstadt, und die Hafenpromenade am Ozeaneum kann sich auch sehen lassen.
Nach zahlreichen Fotos und einem Brunch verlasse ich Stralsund über die Ziegelgrabenbrücke nach Rügen. Bis nach Bergen auf Rügen fahre ich auf Radwegen und Nebenstrassen. Danach führt mich die Navigation über die Hauptstrasse Richtung Ostküste. Diese Strecke ist mit Kindern nicht zu empfehlen. Ein Schild tröstet mich damit, dass Gelder für Radwege gesprochen worden sind.
Ich versuche in Prora an der Ostküste einen Campingplatz zu finden, aber alles ist ausgebucht. Es ist wohl besser so, dies ist nicht meine Gegend. So fahre ich in den Norden und finde auf einem Hügel bei Sassnitz einen wunderschönen Campingplatz mitten in der Natur. Nach der ersten warmen Dusche in Tagen gibt es ein kaltes Bier. Was will man mehr?